Wer sich schon einmal professionell hat schminken lassen, dem schwirrte wahrscheinlich nach kurzer Zeit der Kopf. Was Make-Up-Artists alles benutzen, um das Beste aus dem Gesicht herauszuholen, ist unglaublich. Für jeden Tag benötigt man natürlich kein solches Aufgebot. Doch zu wissen, was was ist im Bereich Make-Up, hilft Ihnen Fehler zu vermeiden und Ihre Make-Up-Routine neu zu überdenken.

Im Bereich Make-Up gibt es so viele verschiedene Produktarten, dass es schwer ist, den Überblick zu behalten. Hilfreich ist es daher, sich und seine Haut zu kennen und eine grobe Übersicht über die verschiedenen Produktkategorien zu haben. So verhindern Sie, dass Sie Produkte kaufen, die Sie gar nicht benötigen. Denn leider ist die Beratungsqualität in vielen Drogeriemärkten stark schwankend.

Basics für einen feinen Teint: Concealer, Primer, Base

Puder und Rouge wird jedem bekannt sein, aber was davor kommen sollte, ist für viele Neuland. Klassischerweise wird nach der Reinigung eine Tagescreme aufgetragen. Danach wird ein Primer benutzt. Früher unter der Bezeichnung Grundierung bekannt, bereiten Primer die Haut auf das eigentliche Make-Up vor.

Sie zeichnen kleine Linien weich, können Rötungen abmindern und vergrößerte Poren kleiner wirken lassen. Aber Achtung: Viele Primer enthalten viel Silikon, was gründlich abgewaschen werden muss und bei häufigen Gebrauch die Haut belastet. Primer sollten Sie daher nicht unbedingt jeden Tag nutzen.

Zusätzlich zum normalen Primer gibt es auch Primer für die Lippen und Augen. Dabei wird allerdings häufig eher von einer Base gesprochen. Diese hilft, die Farbe des Lippenstifts oder Lidschattens zu intensivieren und verhindert, dass das Make-Up zu schnell verblasst oder verrutscht.

Viele Frauen nutzen Make-Up, um Unreinheiten abzudecken.

Hier lohnt sich ein Blick auf farbige Primer oder Concealer-Paletten. Grün neutralisiert beispielsweise Hautrötungen, rosé gibt einen frischen Teint. Concealer ist eins der Must-Haves im heimischen Schminkköfferchen. Er dient dazu, sehr effizient Unreinheiten abzudecken. Anders als ein Pickel-Abdeck-Stift wird er meistens in kleinen Döschen angeboten und kaschiert Rötungen deutlich effizienter.

Eine klassische Form des Make-Ups stellen Flüssigfoundations dar. Diese werden meistens in Pumpspendern angeboten und werden mit einem Foundationpinsel, einem Schwämmchen oder den Fingern im Gesicht aufgetragen. Flüssigfoundations haben dabei nebst Mousse-Formulierungen die potentiell höchste Deckkraft. Es gibt aber auch Produkte, die bewusst nur leicht decken und so einfach die Haut für jeden Tag etwas schöner machen.

Eine Alternative zu Flüssigfoundations stellen Alphabet-Cremes dar, also BB-, CC- oder DD-Creams. Diese Cremes ähneln einer getönten Tagescreme, haben meistens aber noch zusätzliche Funktionen, wie besondere Pflegeformeln oder einen Lichtschutzfaktor. Sie ersetzen die normale Tagescreme und werden meistens mit den Fingern aufgetragen.

So hält Ihr Make-Up lange

Nach dem Abdecken von Unreinheiten kommt jetzt Puder zum Einsatz. Wer reine Haut hat, kann auf Foundations verzichten, und nur einen deckenden Puder nehmen. Achtung bei fettiger Haut: Puder mit glänzenden Pigmenten lässt die fettige Haut noch mehr glänzen!

Besser ist hier mattierender Puder, der mit einem entsprechenden Pinsel sorgfältig aufgetragen wird. Beides wird als Kompakt- oder gepresster Puder angeboten. Das ist reine Geschmackssache. Loser Puder muss jedoch vorsichtig entnommen werden, da man schnell viel zu viel Produkt am Pinsel hat.

Um die Foundation zu fixieren wird Fixierpuder angeboten. Dieser ist meistens durchsichtig, wenn er aufgetragen ist und dient nur dazu, die Foundation etwas zu "setten". Zum gleichen Zweck wird auch Fixierspray angeboten. Dieses Spray wird aus zwanzig bis dreißig Zentimetern Entfernung dünn auf das Gesicht gesprüht und fixiert das Make-Up auch an heißen Tagen. Für jeden Tag lohnt sich Spray jedoch meistens nicht.

Apfelbäckchen oder Sommerteint: Kein Problem dank Bronzer und Co.

Wird nichts unternommen, um das Gesicht ein wenig zu definieren, wirkt es nur mit Foundation häufig langweilig, im schlimmsten Falle platt und maskenhaft. Daher kommen nach dem erfolgreichen Perfektionieren des Teints noch einige Helfer zum Einsatz.

Ein Klassiker, der bekannt ist, ist Rouge, der heute auch oft als Blush (engl. "erröten") bezeichnet wird. Dabei werden meistens verschiedene Finishes angeboten, zum Beispiel matt, schimmernd oder satiniert.

Vor allem im Sommer ein Must-Have ist Bronze

Das ist eine Art bräunlich schimmernder Puder, der auf den Wangenknochen aufgetragen wird und einen frischen, gebräunten Beach-Teint simulieren soll. Im Maßen aufgetragen ist er ein Muss für jede Strandparty.

Bronzer ist im Grunde einer Unterart von Highlighter.

Dieser schimmernde Puder geht Hand in Hand mit Contourpuder. Highlighter setzt schimmernde Akzente und formt das Gesicht, Contourpuder simuliert Schatten, zum Beispiel unter den Wangenknochen. Das Gesicht kann so optisch geformt werden. Wichtig ist, dass Contourpuder nicht glänzt, sondern matt ist.

Highlighter gibt es auch in Rosé- und Brauntönen, ähnlich wie Bronzer. Die Produkte funktionieren so wie eine Mischung aus Highlighter und Rouge. Sie sind meistens in einer Palette mit zwei bis fünf Farben erhältlich. So kann je nach Jahreszeit und Geschmack die passende Farbe ausgewählt werden, um das Make-Up zu perfektionieren.